Als Afrikaner ursprünglich aus Benin habe ich das Licht der Welt in der historischen Großstadt Abomey erblickt, der Hauptstadt des alten Königreiches Dahomey der Fon. Als Sohn einer Familie von Schmieden hatte ich die Kunst im Blut.

Nur – im Gegensatz zu meinen Vorfahren, die sich in Eisen ausdrückten – habe ich die Erde gewählt, diese lehmhaltige Erde Abomeys, die Zeugin historischer Ereignisse ist. In all meinen Bildern ist dieses Material zentral. Vielleicht gäbe es meine Kunst ohne die Erde Abomeys nicht. Den Betrachtern meiner Arbeiten zeigt die Allgegenwärtigkeit und das permanente Benutzen dieses Materials in meinen Kompositionen quasi die Besessenheit von ihm; manche glauben, die Erde könne meine Signatur ersetzten.

Vielleicht stellen sie sich zu viele Fragen. Es gibt einige, die sich fragen, wo diese meine Leidenschaft ihren Ursprung hat. Ich habe da eine einfache Antwort: Ich benutze die Erde, die Zeuge meiner Geburt war, die mir Gastfreundschaft gewährt, zu der ich an meinem Lebensabend mit Sicherheit zurückkehren werde. Kurz: diese meine Heimaterde ist alles für mich, diese Erde, die ich verehre.

Aus Studiengründen geschah es, dass ich Abomey verließ, aber jedes Mal, wenn die Kunst, die permanent in mir arbeitet, die Oberhand über alle anderen Interessen und Projekte gewinnt, verspüre ich das Bedürfnis, zur Erde meiner Vorfahren zurückzukehren. Das ist sie, meine Identität, und das ist genau die Besonderheit meiner Kunst. Bei allem, was ich mache, nehme ich darauf Bezug. Es gibt einige, die finden, dass ich, indem ich genau dies mache, enge Beziehungen zu dem Material herstelle, besonders dann, wenn zu dieser Liebe zur Heimaterde meine Tendenz hinzukommt, andere Objekte meines Lebensumfeldes in Beschlag zu nehmen, wie zum Beispiel Kaurimuscheln, Symbol für Geld und Glück, um aus ihnen künstlerisch nutzbare Objekte zu machen.

Ich habe keine Kunstakademie besucht, ich bin Autodidakt im wahrsten Sinne des Wortes und bin stolz einer zu sein, denn so arbeite ich, ohne vorgefertigte Theorien zu berücksichtigen. Also willkommen auf den wohltuenden und gastfreundlichen Ebenen von Abomey.